Schlagworte zur Gesundheit
des Universitätsklinikums
Carl Gustav Carus

Lexikon

ADHS

Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, die eine komplexe psychische Störung bezeichnet, die sich durch eine hohe Impulsivität, Probleme mit der Aufmerksamkeit und auch Hyperaktivität auszeichnet. ADHS tritt meist schon in den ersten Lebensjahren auf – bis zu zehn Prozent aller Kinder zeigen ADHS-Symptome, darunter sind deutlich mehr Jungen als Mädchen. Psychotherapie und Medikamente werden – oft in Kombination – zur Behandlung der Symptome eingesetzt, die auch bis in das Erwachsenenalter auftreten können. Die genauen Ursachen von ADHS sind bislang nicht eindeutig geklärt, eine genetische Ursache der Aufmerksamkeitsstörung gilt als wahrscheinlich.

Akupunktur

Therapieansatz für verschiedene Leiden, bei dem dünne Nadeln in sogenannte Akupunkturpunkte des Körpers gestochen werden. Ihre Wurzeln hat die Akupunktur in der traditionellen chinesischen Medizin, wo sie bereits vor über zwei Jahrtausenden praktiziert wurde. Fachkundig gesetzt, beeinflussen die Nadeln nach der klassischen Deutung den Fluss der Lebensenergie. Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Akupunktur auch in Europa populär, allerdings ist ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nur bei wenigen Anwendungen belegt worden. Weitgehend anerkannt sind Akupunkturbehandlungen bei der Behandlung bestimmter Schmerzen, bei der Geburtsvorbreitung und der Therapie einiger Allergien. In der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde wird die Akupunktur bereits seit mehr als 20 Jahren erfolgreich angewandt. Hier laufen auch weitere wissenschaftliche Studien, um die Wirksamkeit dieser Behandlungsform zu belegen.

Akutgeriatrie

Behandlung von akut erkrankten älteren Patienten, die durch eine Neuerkrankung oder durch eine Verschlechterung einer bestehenden Krankheit so stark beeinträchtigt sind, dass eine stationäre Behandlung erforderlich ist. Das können internistische, neurologische oder psychiatrische Probleme sein.

Allergie

Allgemeine Bezeichnung für überschießende Reaktionen des Immunsystems auf Umweltstoffe, die für die meisten Menschen unproblematisch sind.

Allergien können beispielsweise Atemwegsbeschwerden, Asthma oder auch entzündliche Hautreaktionen auslösen. Weit verbreitete Allergien sind Heuschnupfen und Nahrungsmittelallergie oder Insektengiftallergien sowie Neurodermitis und Kontaktekzeme.

Allgemeinmedizin

Fachgebiet der Medizin, das vor allem die medizinische Grundversorgung der Patienten zum Ziel hat. Dazu zählen neben den Aufgaben der Akut- und Langzeitversorgung auch die Bereiche Vorsorge und Rehabilitation . Meist sind Allgemeinmediziner die ersten Ansprechpartner bei Erkrankungen und überweisen die Patienten gegebenenfalls an Spezialisten anderer Fachgebiete. Die allgemeinmedizinische Versorgung übernimmt im Universitätsklinikum Dresden das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ). Um Studenten besser auf den Beruf des Allgemeinmediziners vorzubereiten und die Forschung auf diesem Gebiet zu intensivieren, führte die Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der  TU Dresden bereits 2002 das Fach Allgemeinmedizin ein. Lehrbeauftragte ist Prof. Dr. Antje Bergmann. Ihr erfolgreich absolviertes Habilitationsverfahren war das erste in diesem Fachgebiet an der Dresdner Fakultät.

Anämie

Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen und wird mit „Blutarmut“ übersetzt. In der Medizin bezeichnet er die eingeschränkte Fähigkeit des Blutes, Sauerstoff zu transportieren. In schweren Fällen kann eine Anämie zur Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff führen. Häufige Ursachen sind eine eingeschränkte Produktion roter Blutkörperchen oder ein zu starker Abbau intakter Blutzellen. Behandeln lassen sich Anämien in vielen Fällen etwa durch eine Blutplasma-Übertragung.

Anästhesiologie und Intensivtherapie

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie

Chirurgisches Zentrum

Aneurysma

Eine spindel- oder sackförmige Aussackung von Arterien und seltener von Venen , die sich bei angeborener Bindegewebsschwäche entwickelt, durch Verletzungen hervorgerufen wird oder Folge einer Arteriosklerose ist. Die Schichten der Gefäßwand weiten sich dabei teils erheblich, was bei zentralen Blutgefäßen zu Rissen und entsprechend gefährlichen inneren Blutungen führen kann. Der Bluthochdruck ist der wichtigste Faktor für den Größenzuwachs von Aneurysmen, die am häufigsten die Bauchschlagader betreffen. In Aneurysmen entstehen oft auch Blutgerinnsel an den Wänden, die sich lösen und zu Verschlüssen nachgeschalteter Gefäße führen können.

Anfahrt ins Klinikum

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Sie erreichen das Universitätsklinikum mit den Straßenbahnlinien 6und 12 (Haltestelle Augsburger Straße/Universitätsklinikum) sowie mitder Buslinien 64 (Haltestelle Universitätsklinikum, direkt imKlinikumsgelände).

Mit dem Auto

Von Norden/Osten

Autobahn A4 AS Dresden – Hellerau/Zentrum, der Ausschilderung „Zentrum“ folgend über Radeburger Straße, weiter der Ausschilderung „Radeberg, Pillnitz“ folgend über Stauffenbergallee, Waldschlösschenbrücke, Fetscherstraße

Von Süden/Westen

Autobahn A4 AS Dresden – Altstadt, der Ausschilderung „Zentrum“ folgend über Meißner Landstraße/Hamburger Straße, Bremer Straße, Terrassenufer, der Ausschilderung „Uniklinikum“ folgend über Käthe-Kollwitz-Ufer, Fetscherstraße

Das Parken auf dem Gelände des Universitätsklinikums ist kostenpflichtig. Die kurzzeitige Einfahrt in das Gelände zum Bringen und Abholen von Patienten ist innerhalb von 30 Minuten kostenfrei.

Angiographie

Überbegriff für bildgebende Diagnoseverfahren der Blutgefäße, meist durch den Einsatz von Röntgenstrahlen oder der Magnetresonanztomographie . Dabei wird ein so genanntes Kontrastmittel in die abzubildenden Blutbahnen gespritzt, wodurch die Gefäße auf den fertigen Aufnahmen – dem Angiogramm – besser zu erkennen sind. Eine besonders detailgenaue Abbildung erlaubt die digitale Substraktionsangiographie. In zunehmendem Maße werden aber auch die Magnetresonanztomographie und die Computertomographie zur Darstellung der Blutgefäße eingesetzt.

 

Angsterkrankung

Ängste führen oft zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität und starkem Leidensdruck. Sie können allein auftreten oder im Rahmen weiterer psychischer Störungen vorkommen, etwa bei Depressionen, Psychosen oder Demenzen. Als Angsterkrankungen im engeren Sinne bezeichnet man in erster Linie drei Störungsbilder: Phobien, also Ängste vor bestimmten Objekten oder Situationen, Panikattacken – ohne besondere Anlässe – und die so genannte „generalisierte Angststörung“, bei der eine dauerhafte Ängstlichkeit und Anspannung vorliegt. Alle diese Störungen lassen sich erfolgreich durch eine kognitive und übende Verhaltenstherapie behandeln, in der sich die Betroffenen in der Vorstellung, aber auch in der realen Situation ihrer Angst stellen. Um diese Therapien zu unterstützen, verordnen die Psychiater bei einem Teil der Erkrankten auch Medikamente.

 

Anschlussheilbehandlung

Eine medizinische Rehabilitation , die sich an einen Krankenhausaufenthalt anschließt. Sozialdienst

AöR

Abkürzung für „Anstalt des öffentlichen Rechts“, eine Organisationsform für Unternehmen oder Institutionen mit einem festgelegten öffentlichen Auftrag. Wie viele deutsche Universitätsklinika sind auch die beiden sächsischen Universitätsklinika als AöR organisiert.

Apotheker

Die Berufsausübung der Apotheker ist wie bei Ärzten erst mit einer Approbation möglich. Grundlage ist ein vierjähriges Studium, in dem Kenntnisse zu Arzneimitteln, deren Herstellung und Wirkung vermittelt werden. Im Berufsalltag der Apotheker rückt der Beratungsaspekt seit Anfang der 1990er Jahre immer stärker in den Vordergrund: Der frühere „Pillendreher“ wird zum „Gesundheitsmanager“. Das Universitätsklinikum treibt diese Entwicklung voran, indem Apotheker direkt auf den Stationen eingesetzt werden. Hierzu wurde im September 2007 ein Pilotprojekt in der Klinik für Orthopädie gestartet: Fragen zu möglichen Arzneimittelwechselwirkungen und - nebenwirkungen oder zu den Kosten eingesetzter Medikamente beantworten die Apotheker im direkten Gespräch mit den behandelnden Ärzten. Zudem überprüfen sie, ob und wie Patienten ihre zu Hause eingenommenen Medikamente während des Krankenhausaufenthalts weiter nehmen können, und führen deren elektronische Medikationsakte. Nach mehr als einem Jahr beurteilten Orthopäden wie Apotheker die Vor-Ort-Präsenz durchweg positiv. Der unmittelbare Kontakt erleichtert und beschleunigt Entscheidungen zur optimalen Arzneimitteltherapie. Neben dem Therapieerfolg stehen dabei auch wirtschaftliche Aspekte im Fokus: Mit seinem Fachwissen kann der Apotheker entsprechend dem gewählten Wirkstoff das kostengünstigste Medikament auswählen – bereits im ersten Jahr des Pilotprojekts sanken die Arzneimittelkosten. Das Wissen der Apotheker wird sich künftig auch in den Arztbriefen niederschlagen: Die weiterbehandelnden Ärzte erhalten darin zusätzlich Hinweise zur Einnahme der vom Krankenhaus empfohlenen Wirkstoffe und deren Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Arbeits- und Sozialmedizin

Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin

Gegenstand der Arbeitsmedizin sind die Wechselbeziehungenzwischen Arbeit und Gesundheit , der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit sowie arbeitsbezogene Krankheiten. Entsprechend umfangreich sind die Forschungs- aufgaben zum Thema Gesundheit, Arbeits- und Leistungsfähigkeit ausge- wählter Berufsgruppen. Ebenso zum Aufgabenspektrum des Instituts gehören die Begutachtung von Berufskrankheiten, die Abklärung arbeitsbedingter Einflüsse bei Gesundheitsstörungen, arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen und nachgehende Untersuchungen bei krebs - gefährdeter Tätigkeit sowie die Beratung bei speziellen umweltmedizinischen Fragen.

Fünf Fachärzte und Weiterbildungsassistenten, acht Fachwissenschaftler, drei Schwestern/MTA und fünf nichtwissenschaftliche Mitarbeiterinnen sind derzeit unter Leitung von Prof. Klaus Scheuch am Institut beschäftigt. 2008 wurden sieben interdisziplinäre Forschungsprojektebearbeitet und insgesamt 235 Gutachten zu Berufskrankheiten oder Erwerbsminderung sowie 800 arbeitsmedizinische Untersuchungen durchgeführt. Der Einrichtung ange- schlossen sind der Betriebsärztliche Dienst des Universitätsklinikums und das BetriebsärztlicheZentrum Arbeit und Gesundheit Sachsender GWT der TU Dresden.

Arteriosklerose

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Diese Erkrankung der Schlagadern wird umgangssprachlich auch Arterienverkalkung genannt und führt zu Ablagerungen in den Gefäßwänden. Diese Ab- und Einlagerungen von Cholesterin, Fettsäuren und Kalk führen dazu, dass sich die Gefäßwände verhärten und verdicken, wodurch die Blutbahnen enger werden und ihre Elastizität verlieren. Mit steigendem Alter erhöht sich das Risiko der Arteriosklerose, Männer sind statistisch häufiger betroffen und auch eine genetische Veranlagung gilt als wahrscheinlich. Beeinflussbare Risikofaktoren sind etwa Bewegungsmangel, Diabetes, Übergewicht, Rauchen und Bluthochdruck.

Unbehandelt kann eine fortgeschrittene Arteriosklerose zu Herzinfarkt , Schlaganfall , Durchblutungsstörungen der Beine oder zum Versagen der Nieren führen. Gängige Therapien sind einerseits die medikamentöse Minderung von Risikofaktoren wie zu hoher Blutdruck oder Cholesterin- spiegel. Operativ lässt sich die Erkrankung durch Bypässe an Herz- oder Beingefäßen sowie durch Ballonaufdehnung und den Einsatz gefäßdehnender Stents behandeln.

Arthrose

Verschleiß der Gelenke, der das altersübliche Maß übersteigt. Auslöser kann eine übermäßige Belastung aufgrund von Übergewicht oder einseitiger Bewegung sein. Weitere Ursachen sind Entzündungen, angeborene und unfallbedingte Fehlstellungen der Gelenke oder deren Deformierung durch Knochenerkrankungen. Diese Form wird sekundäre Arthrose genannt, unter der vor allem Rheumapatienten leiden. Grundsätzlich können alle Gelenke von Arthrose betroffen sein, am häufigsten sind es die Hände und das Kniegelenk, dann folgt die Hüfte.

Im Mittelpunkt der Behandlung durch Orthopäden stehen die Schmerzfreiheit bei üblicher Belastung und die Erhaltung einer guten Alltagsfunktion. Darüber hinaus versuchen die Ärzte und Therapeuten eine mechanische Einschränkung und die Veränderungen der Gelenke zu verhindern. Neben schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten setzen Ärzte Physiotherapie und orthopädische Hilfsmittel wie gelenkschonende Sitzerhöhungen oder Bandagen ein. Darüber hinaus wenden die Orthopäden gelenk- erhaltende Operationen an oder setzen künstliche Gelenke ein. Neben kompletten Gelenken erhalten viele Patienten heute Teilprothesen. Um der Arthrose vorzubeugen, empfehlen die Ärzte, Übergewicht zu vermeiden und ausreichend Bewegung. Dabei sollte jedoch eine Überbelastung ebenso ausgeschlossen werden wie sportbedingte Verletzungen der Gelenke.

Asthma

Der Begriff stammt vom griechischen Wort für „Atemnot“ ab und beschreibt eine chronische Entzündung der Atemwege , die dadurch zudem überempfindlich reagieren. Bei den Betroffenen führt die Erkrankung zu teilweise lebensbedrohlichen Anfällen akuter Luftnot aufgrund akut verengter Atemwege. Asthma kann sowohl durch verschiedene Infektionen als auch durch Allergien verursacht werden und ist in unterschiedlichen Ausprägungen sehr häufig in der Bevölkerung: Etwa fünf Prozent der Erwachsenen und sieben bis zehn Prozent der Kinder leiden daran.

Aufnahme

Krankenhausaufnahmen befinden sich im Informations- und Servicezentrum (Haus 76) an der Haupteinfahrt unseres Klinikums, im Operativen Zentrum (Haus 59), sowie im Kinder - und Frauenzentrum (Haus 21):

Information und Krankenhausaufnahme im Haus 76 (Servicezentrum)
Tel.: 0351 458-2216
Montag bis Freitag: 7.00 bis 18.00 Uhr

Information und Krankenhausaufnahme im Haus 59 (Operatives Zentrum)
Tel.: 0351 458-2925)
Montag bis Freitag: 7.00 bis 18.00 Uhr
Sonn- u. Feiertage: 8.30 bis 17.00 Uhr

Krankenhausaufnahme im Haus 21 (Kinder- und Frauenzentrum)
Tel.: 0351 458-2217
Montag bis Freitag: 7.00 bis 16.00 Uhr

Die Standorte sind im Lageplan eingezeichnet. Außerhalb der Öffnungszeiten und in anderen Ausnahmefällen ist die dezentrale Aufnahme direkt auf Station möglich.

Arbeitnehmer sollten ihren Arbeitgeber formlos über die stationäre Behandlung informieren, denn für die Zeit des Krankenhausaufenthalts kann kein Krankenschein ausgestellt werden. Bei Bedarf kann das Stationspersonal eine entsprechende Bescheinigung ausstellen.

Nötige Unterlagen für die Aufnahme:

  • Einweisungsschein des Haus- oder Facharztes
  • Chip-Karte der Krankenkasse

Unterlagen für den Klinikumsarzt (wenn vorhanden):

  • Dokumente des Hausarztes
  • Einnahmeplan für Medikamente
  • Herzschrittmacher-Ausweis
  • Impf-Ausweis, Allergie -, Röntgen -Pass
  • ein Pflegeüberleitungsbogen, wenn die Sozialstation die häusliche Pflege übernommen hat